Meine Tipps für Sonne, Strand und Meer

Obwohl ich in den letzten Jahren der Ansicht war, dass man seinen Urlaub als junger, kinderloser Mensch in den Weltmetropolen – Paris, New York, Rom etc. – verbringen sollte, bat mich mein Freund nach diversen fußlastigen Städtereisen zumindest ein Mal im Jahr wieder einen richtigen Strandurlaub zu machen.

Das bedeutet Sonne, Strand, Pool, essen, trinken, ausschlafen, lesen, Musik hören und bei Bedarf einen kleinen Ausflug unternehmen. Etwas skeptisch ließ ich mich nach 5 jähriger Strandabstinenz darauf ein. Und so wurde sehr spontan eine Septemberwoche „Costa de la Luz“ gebucht.

In der Zeit vor der Reise tauschte ich die langwierigen Hotel- und Restaurantsuchen und Tagesroutenoptimierungen gegen die Suche nach einem schönen Bikini, ein paar Strandpuschen und einer nicht klebenden Sonnenpflege und die Optimierung meines Kofferinhalts. Zwar nicht weniger zeitaufwendig, aber dennoch eine (sportliche) Abwechslung.

Auch wenn ich zu Beginn noch fassungslos war, als unser Tischnachbar Herr P. lautstark bekundete, er sei bereits zum 85. Mal an der Costa der Luz – d. h. seit X Jahren der gleiche Ort, der gleiche feinsandige Strand, das gleiche fantastische Essen … musste ich nach sieben Tagen „Costa de la Luz“ feststellen, dass ich einen wunderbaren Tausch gemacht habe.

Statt 10 Stunden zu Fuß durch volle Straßen, lief ich täglich barfuß 3 Stunden am Strand entlang, statt einer Abkühlung in einer coolen Rooftop-Bar, stellte ich mich den erfrischenden Wellen im Atlantik, statt der zum Teil verzweifelten Suche nach einem Platz im Wunsch-Restaurant, setzte ich mich an UNSEREN Tisch (gerne auch mal draußen mit Blick auf den Sonnenuntergang) und schlemmte zwei Stunden was mein Herz begehrte. Ich war seit langem nicht mehr so satt entspannt (und gebräunt), wie nach diesem Urlaub.

Bereits vier Monate später trat die Situation ein, die ich mir noch vor ein paar Jahren nicht hätte vorstellen können, ich saß wieder im Reisebüro und buchte … 10 Tage “Costa de la Luz”. Gleicher Strand, gleiches Hotel, gleicher Reisezeitraum. Auch in diesem Jahr, wenn auch Super Last Minute – gleicher Strand, anderes Hotel (Meliá Santi Petri), anderer Reisezeitraum (Mai). Und ich muss gestehen, ich gedenke es in diesem Jahr vielleicht ein zweites Mal zu tun.

Diagnose: Ich bin süchtig nach diesem wunderschönen, sauberen, langen Strand mit (überwiegend) feinem Sand, nach der vom Wind begleiteten andalusischen Sonne (inkl. Sonnenuntergang) und nach diesem fantastischen Essen.

Meine Tipps für alle, die einen entspannten Strandurlaub machen wollen, der nicht so weit weg ist wie die Malediven, die Karibik etc. ACHTUNG: Dieser Urlaubsort ist nicht geeignet für Strandreisende, die Action (außer Golf , Tennis und Pferdereiten am Strand), Party und den Ballermann suchen.

Meine Lieblingshotels:

Hipotel Barrosa Palace = überaus freundliches (deutschsprechendes) Hotelpersonal, fantastisches Frühstücks- (Pfannkuchen, Omelette, Spiegelei, Sekt, gegrilltes Gemüse, frisch gepresste Säfte, Obstberge, Quark, Joghurt, Müsli, Kuchen, Croissants, Toast und und und) und Abendbuffet (frisch zubereitete Fisch- und Fleischsorten (inkl. Rinderfilet und Seeteufel), diverse Beilagen, eine Riesenauswahl an Nachtischen und die obligatorische Nudelecke aber frisch zubereitet, ein mal pro Woche spanischer Abend mit Sherry, Nelke, Spanferkel und frischem Serranoschinken, Geburtstagsananas u.v.m.), schöner Garten, schöner Pool und der feinsandigste Strandbereich. Typisches Strandhotel, weniger stylisch (bis auf die neue Bar), dafür sehr sauber und freundlich. Nur am Kaffeegeschmack muss noch gearbeitet werden.

Meliá Sancti Petri = schöne Holzliegen mit sauberen Auflagen am Pool (dieser eignet sich hervorragend zum Schwimmen), kostenlose Strandliegen, wunderschöner Patio mit diversen Brunnen, Pianomusik am Abend und Tischen für ein herrliches Frühstück (leckerer Kaffee, frisch gepresster Orangensaft am Tisch, Sekt, Pfannkuchen, Omelette nach Wunsch, Spiegelei, Speck, süßes Gebäck, Salate etc.) in der Morgensonne. Ich muss gestehen: ich habe noch nie so schön gefrühstückt! Verbesserungswürdig ist hier nur der Service an der Rezeption.

Beide Hotels sind traumhaft, haben keine Animationsprogramme (!), einen Spa-Bereich und fantastisches Essen.

Mit dem Mietwagen kann man sich die wunschschönen weißen Dörfer und Sevilla anschauen. Meine Lieblingsorte: Vejer und Sanlúcar de Barrameda. Auf meiner To-Do-Liste steht noch Tarifa!

Mein Abendprogramm: Nach einem traumhaften Sonnenuntergang würde ich den Abend in der Bar des Meliá-Hotels bei Live-Piano-Musik im wunderschönen Innenhof den Abend ausklingen lassen.

Mein Lieblingsurlaubsessen: frischer Thunfisch (April-Mai), Pluma (Ibéricoschwein), Oliven, das umfangreiche Obst- und Gemüseangebot (die herrlich aromatischen Tomaten) und der spanische Kokoskuchen im Meliá Sancti Petri.

Mein Lieblingsurlaubsgetränk: Sherry/Manzanilla.

Die optimale Reisezeit: Auch wenn an der Costa de la Luz ein starker Wind weht: Wer es nicht ganz so heiß mag, der sollte seinen Reisezeitraum im Mai oder im September wählen. Weniger heiß, weniger voll, weniger teuer. Für alle, für die es ein bisschen mehr Sonne sein darf: am besten im Juni, Juli oder August reisen!

Die optimale Urlaubslänge: mind. 10 Tage

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