Auberginenauflauf, Melanzane alla parmigiana oder Parmigiana di melanzane

Seitdem ich vor mehr als drei Jahren zum ersten Mal in Rom in der Enoteca VersoSera (mein Tipp für lecker Essen und guten Wein bei einem guten Preis-Leistungsverhältnis in Rom) mit Blick auf den Campo de‘ Fiori meine erste Melanzane alla parmigiana gegessen habe, kann ich nicht genug davon bekommen. Ob zu Hause (einfache Zubereitung, simple Zutaten und grossartiger Geschmack) oder in Restaurants: am liebsten einmal pro Woche, als Vor- oder Hauptspeise. Es ist mein (vegetarisches) Lieblingsgericht, mein persönliches „Superfood“! 😉

Melanzane

Ich weiß nicht mehr wie viele Auberginenaufläufe ich bereits gegessen bzw. zubereitet habe, aber eines habe ich schnell gelernt: Es gibt nicht nur verschiedene Bezeichnungen/Namen, sondern auch unzählige Zubereitungsvarianten. Angefangen bei der Dicke der Auberginenscheiben (0,5 cm bis 1 cm) bis zur perfekten Gartemperatur und -zeit. Während die Auberginenscheiben bei der neapolitanische Variante nach dem Braten, zunächst auskühlen müssen bevor sie bemehlt, durch verquirlte Eier gezogen und nochmals gebraten werden, werden die Auberginenscheiben in anderen Rezepte zusätzlich mit Paniermehl bestreut. Bei jedem Restaurantbesuch lasse ich mich immer wieder gerne überraschen.* Für zu Hause habe ich jedoch meine persönliche Lieblingszubereitsungsweise(n) gefunden.

Meine Lieblingsvariante(n):

Aubergine in längliche (Hauptspeise) oder runde (Vorspeiese) 1 cm dicke Scheiben schneiden.

Aubergine salzen, 20 bis 30 Minuten liegen lassen, abtupfen und anschließend in einer Grillpfanne (die Pfanne vorher mit etwas (!) Olivenöl ausstreichen) anbraten ODER ungesalzene Auberginenscheiben auf ein Backblech in den vorgeheizten Ofen (240 Grad Ober- und Unterhitze) geben und dort ca. 20-30 Minuten backen, bis die Scheiben Farbe angenommen haben.

Knoblauch UND Zwiebeln UND Basilikum und Thymian für die Tomatensoße verwenden.

Auf die Aubergine kein Ei oder Paniermehl geben.

Vor dem Schichten kein Olivenöl in die Auflaufform geben, sondern mit etwas (!) Tomatensugo beginnen (dann Auberginenscheibe, dann Parmesan, dann Mozzarella und dann ein paar Kleckse Tomatensugo, Auberginenscheibe, Parmesan, Mozzarella, Tomatensugo …).

Auf die letzte Auberginenscheibe Parmesan, Mozzarella und etwas Tomatensugo geben.

Bei 200 Grad Ober-/Unterhitze auf der mittleren Schiene ca. 20 Minuten backen.

Mein Tipps:

Es muss noch schneller gehen? Gekaufte Tomatensoße verwenden!

Es sind keine passierten Tomaten im Haus? Frische Tomaten kleinschneiden und statt den passierten Tomaten zum Knoblauch und den Zwiebeln geben.

Tomatensoße vorkochen und für die folgenden Tage verwenden (z. B. als Soße für Nudelgerichte) oder in kleinen Portionen einfrieren.

* getestet & in Erinnerung geblieben:

Italien: Verso Sera in Rom (bisher meine Nummer eins), im Restaurant des Tenuta le cave in Tregnago (meine Nummer zwei), Obikà Duomo und Parma & Co in Mailand, A Casa Ca. Fe in Florenz u. a.

Würzburg und Umgebung: Osteria Trio (hier stand sie nicht auf der Karte, wurde aber für mich zubereitet), La Rustica (nur lecker, wenn sie frisch vom Chef zubereitet wird) und Gasthaus zur Holzmühle in Holzmühle (hier gibt es sie abgewandelt mit Feta)

Stuttgart und Umgebung: Capri in Leonberg, Sale e Pepe in Leinfelden

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